“Und gleichzeitig das Wissen: «So bleibt es jetzt für immer. Da gibt es keine Lösung. Das ist endgültig.»”
Anonym
Thema
Der Umgang mit der fundamentalen Unsicherheit über Krankheitsverlauf und Zukunft.
Zitate
Einzelne Stimmen aus den Geschichten, die dieses Thema berühren.
“Und gleichzeitig das Wissen: «So bleibt es jetzt für immer. Da gibt es keine Lösung. Das ist endgültig.»”
Anonym
“Objektiv gesehen lag er eines Morgens tot im Bett. Aber das ist nur das, was man gesehen hat. Er war seit seiner Geburt mehrfach behindert. Er hatte Epilepsie, Autismus und eine Cerebralparese. Die Epilepsie war für uns eigentlich immer das geringste Problem. Dafür gab es Medikamente, die er bekam. Es gab regelmässige Blutuntersuchungen und EEGs. Natürlich war er Epileptiker, aber das prägte unseren Alltag nicht in erster Linie. Wir lebten vor allem mit dem Autismus.”
Beat
“Spätestens als der Rettungswagen da war, war für mich zum ersten Mal klar, dass es jetzt vorbei ist. So lange überlebt das niemand, oder? Dann ging es aber relativ schnell, bis die Leute vom Rettungswagen etwas sagten. Zuerst kamen sie und sagten, sie seien jetzt daran, ihn zu reanimieren. Es gebe keine Lebenszeichen. Ein paar Minuten später hiess es, dass sie doch wieder Lebenszeichen hätten. Das Herz schlage wieder. Also der Kreislauf war wieder da.”
Corina und Christian
“Man hatte schon das Gefühl, jetzt weiss man nicht. Man will die Hoffnung sicher nicht aufgeben. Gleichzeitig weiss man natürlich, dass es noch nicht sicher ist, dass er durchkommt. Das Herz ist das eine, das Hirn das andere. In diesem Sinn waren wir sehr unsicher. Wir haben natürlich gehofft. Man kann nicht einfach aufgeben.”
Corina und Christian
“Ich weiss nicht mehr ganz genau, wann das war, aber mit zwei Jahren musste er dann in ein Spital, weil er wegen seiner Lunge intubiert wurde. Das war für mich ein Moment, in dem ich realisiert habe, dass er jetzt wirklich sterben könnte. Sie hat das auch gesagt, dass er jetzt vielleicht stirbt. Davor war mir das ehrlich gesagt nie so konkret bewusst.”
Esther
Geschichten
Hier findest du Geschichten, in denen dieses Thema zur Sprache kommt.
Kathrin erzählt
Kathrin erzählt von der Geburt ihrer Tochter Leni Malin, dem unerwarteten Herzfehler, der Verlegung ins Kinderspital und den ersten Stunden zwischen Schock, Hoffnung und dem Gefühl, dass alles anders kommt als gedacht.
Mathias erzählt
Mathias berichtet, wie seine Tochter Launora innert weniger Wochen vom lebhaften Baby zum Intensivstations-Kind wurde – zwischen Ungewissheit, Klinikalltag und der leisen Ahnung, wie bedrohlich ihre Lage war.
Josiane erzählt
Josiane berichtet von ihrem langen Weg zum Muttersein: von starkem Kinderwunsch, belastenden Behandlungen, frühen Fehlgeburten, tiefer Angst und der beharrlichen Suche nach Hoffnung und neuen Wegen.
Esther erzählt
Esther erzählt als Freundin der Familie von der gemeinsamen Anfangszeit mit Till, von wachsender Freundschaft, fachlicher Nähe, grosser Ungewissheit und berührenden Momenten an der Grenze zwischen Hoffnung und Abschied.
Renate erzählt
Renate erzählt von ihrem Sohn Till, der mit einer schweren Stoffwechselerkrankung lebte, 13 Jahre alt wurde und das Verständnis seiner Familie von einem erfüllten Leben grundlegend verändert hat.
Maurice erzählt
Ein Freund der Familie erzählt, wie die Diagnose von Valentina alles verändert und wie aus Kinderfreundschaft, Betroffenheit und Ohnmacht der Entschluss entsteht, die Familie auf ihrem schweren Weg zu begleiten.
Martina erzählt
Martina erzählt von ihrer Tochter Anja, die mit vier Jahren an Leukämie starb, von den ersten unscheinbaren Symptomen bis zum abrupten Einstieg in eine Zeit zwischen Hoffen und tiefster Angst.
Séverine erzählt
Freundin Séverine erzählt, wie ihre Familie Valentina und ihre Eltern durch Diagnose, Klinikalltag und Hoffnungsphasen begleitet – mit Offenheit, Kinderfragen, Tränen und vielen kleinen Alltagsgesten.
Beat erzählt
Beat erzählt vom Leben mit seinem behinderten Sohn Sebastian, von dessen plötzlichem Tod mit 29 Jahren, vom offenen Sprechen über Trauer und von der Frage, wie Abschied, Schuldgefühle und Liebe zusammenfinden können.
Urs & Nicolas erzählt
Urs und Nicolas erzählen als verwaiste Väter von Tiia und Alia. Sie sprechen darüber, wie Männer trauern, wie ihre Töchter krank wurden und was ihnen half, ihren Kindern innerlich verbunden zu bleiben.
Monica erzählt
Monica erzählt von ihren Zwillingen Valentina und Jasmine, von den ersten fröhlichen Jahren, der langen Suche nach Antworten, der Pflege bis zum Abschied – und wie daraus ihre heutige Arbeit mit Trauer und Gefühlen entstanden ist.
Simona erzählt
Simona erzählt von ihrer Tochter Tiia, von ersten unscheinbaren Symptomen, ihrem Abschied und dem Weg in ein Leben, in dem nach tiefer Trauer auch wieder neues Leben Platz findet.
Urs erzählt
Urs erzählt, wie ein Anruf auf dem Heimweg sein Leben veränderte und er vom Tod seiner Tochter Alia erfuhr – und wie er als Vater mit Schock, Ohnmacht und der gemeinsamen Trauer in der Familie umgeht.
Corina und Christian erzählen
Corina und Christian berichten von ihrem Sohn Thierry, der in den Ferien an einem verschluckten Wienerli starb, und davon, wie sie mit dem plötzlichen Verlust und den quälenden Fragen weiterleben.