Verein Regenbogen Schweiz
Schweizweite Selbsthilfevereinigung für Eltern nach dem Tod eines Kindes, mit regionalen Gruppen für unterschiedliche Verlustsituationen.
Zeitabschnitt wechseln:
Nach dem Tod eines Kindes verändert sich das Leben einer Familie dauerhaft. Mit der Zeit kehren manche vertrauten Abläufe zurück, anderes bleibt verändert. Trauer kann sich wandeln, wieder stärker werden oder zeitweise in den Hintergrund treten. Das Kind bleibt Teil der Familie und der eigenen Geschichte. Hier erzählen Eltern und Geschwister, wie sie mit dem Verlust weiterleben und was sich für sie über Monate und Jahre verändert hat. Sie berichten von Erinnerung, Beziehungen, Alltag und davon, was ihnen im Weiterleben wichtig geworden ist. Auch Nahestehende schildern, wie sie die Familie über längere Zeit begleitet und ihre eigene Trauer erlebt haben.
Links & Downloads
Nach der ersten Zeit nach dem Tod stellen sich immer wieder neue Fragen. Sie können die eigene Trauer, den Alltag, Beziehungen, besondere Tage oder die Erinnerung an das Kind betreffen. Diese Sammlung enthält ausgewählte Links, Dokumente und Checklisten für das Leben mit der Trauer.
Schweizweite Selbsthilfevereinigung für Eltern nach dem Tod eines Kindes, mit regionalen Gruppen für unterschiedliche Verlustsituationen.
Schweizweites Netzwerk ausgebildeter Fachpersonen mit Trauerbegleitung, Trauergruppen und Angeboten für Kinder, Jugendliche, Familien und Institutionen.
Informationen, Selbsthilfegruppen und Peer-Austausch für Menschen, die einen Suizid oder Suizidversuch in ihrem Umfeld erlebt haben.
Orientierung zu Trauerangeboten für Kinder, Jugendliche und Nahestehende in der Nordwestschweiz. Die Plattform wird laufend erweitert.
Niederschwellige Beratung zu Sterben, Tod, Trauer und Fragen am Lebensende, mit Raum für persönliche und spirituelle Anliegen.
Zitate
Diese Zitate stammen aus Gesprächen mit betroffenen Familien und Menschen aus ihrem Umfeld. Sie geben einzelne Gedanken und Erfahrungen darüber wieder, wie sich Trauer im Laufe der Zeit verändert und wie das verstorbene Kind Teil des eigenen Lebens bleibt. Wenn Sie ein Zitat öffnen, erfahren Sie mehr über den Zusammenhang und die Geschichte, aus der es stammt.
“Mich hat nie jemand gefragt, wie es mir dabei geht. Auch meine Eltern nicht. Es ist eigenartig, wenn ich heute daran zurückdenke. Mich hat wirklich niemand gefragt, auch keine Verwandten. Ich glaube, sie hätten auch gar nicht damit umgehen können.”
Andrea
“Irgendwann später merkte ich dann schon, dass ich ein extremes Schuldgefühl hatte. Ich war mit ihr draussen. Wir gingen über die Strasse, obwohl wir das nicht hätten tun dürfen. Ich war die Ältere, ich hätte aufpassen müssen. Ich habe ihr das Büchlein nicht gegeben. Ich hätte es ihr einfach geben können, dann wäre sie nicht losgerannt.”
Andrea
“Mein Papi hat nie darüber gesprochen. Gar nicht. Da kam überhaupt keine Rückmeldung. Wenn ich ihn direkt etwas fragte, sagte er zu mir, das wisse er nicht, ich solle Mami fragen. Das war seine Standardantwort.”
Andrea
“Natürlich war sie nicht mein Kind, aber ich konnte keine Trauer empfinden, sondern nur Erleichterung. Obwohl man ihr den Tod ja nicht gewünscht hatte.”
Beat
“Sebastian kam mir vor wie ein Glücksüchtiger. Glück ist ja auch eine hormonelle Reaktion. Da spreche ich jetzt als Biologe. Als Biologe weiss ich, dass Glück mit Hormonen im Hirn zu tun hat und dass es Mechanismen gibt, die diese Hormone ausschütten. Er brauchte dieses Hormon einfach. Eine körpereigene Substanz. Ja, eine körpereigene Substanz. Er brauchte Endorphin. Das machte ihn high.”
Beat
Geschichten
Diese Geschichten erzählen über verschiedene Zeitabschnitte hinweg. Sie enthalten auch Erfahrungen darüber, wie Familien nach dem Tod eines Kindes weiterleben und wie sich Trauer, Alltag und Beziehungen über die Zeit verändern. Jede Geschichte lässt sich im Ganzen lesen und bleibt in der persönlichen Perspektive der erzählenden Personen.
Susanne erzählt
Susanne erzählt von ihrem Sohn Florian, dessen Entwicklung sich früh anders zeigt, von der schweren Diagnose und davon, wie die Familie trotz allem ein liebevolles, gemeinsames Leben gestaltet.
Kathrin erzählt
Kathrin erzählt von der Geburt ihrer Tochter Leni Malin, dem unerwarteten Herzfehler, der Verlegung ins Kinderspital und den ersten Stunden zwischen Schock, Hoffnung und dem Gefühl, dass alles anders kommt als gedacht.
Mathias erzählt
Mathias berichtet, wie seine Tochter Launora innert weniger Wochen vom lebhaften Baby zum Intensivstations-Kind wurde – zwischen Ungewissheit, Klinikalltag und der leisen Ahnung, wie bedrohlich ihre Lage war.
Andri erzählt
Andri erzählt von seiner Tochter Valentina, von ersten unklaren Symptomen über die belastende Zeit der Abklärungen bis zu jenem Moment, in dem klar wird, dass sich sein Leben in eine neue, unfreiwillige Welt verwandelt.