Praxishilfe für pädagogische Fachpersonen
Kurze Orientierung für pädagogische Fachpersonen nach dem plötzlichen Tod eines Kindes in Kita, Kindergarten oder Schule.
Wenn ein Kind aus Ihrer Kita, Ihrem Kindergarten oder Ihrer Schule lebenslimitierend erkrankt ist, stirbt oder gestorben ist, betrifft das die ganze Institution. Das gilt auch, wenn ein Kind den schweren Krankheitsverlauf oder Tod eines Geschwisters erlebt. Kinder stellen Fragen, Eltern suchen Orientierung, und auch pädagogische Fachpersonen sind selbst betroffen und müssen zugleich handeln. Hier finden Sie Erfahrungen von pädagogischen Fachpersonen, die solche Situationen begleitet haben. Sie erzählen, was ihnen im Alltag geholfen hat, wo Unsicherheiten entstanden sind und was sie sich in solchen Situationen gewünscht hätten. Auch betroffene Familien berichten, wie sie die Begleitung durch Kita, Kindergarten oder Schule erlebt haben und was für sie unterstützend oder zusätzlich belastend war.
Links & Downloads
Wenn ein Kind lebenslimitierend erkrankt ist, stirbt oder ein Geschwister verliert, entstehen im pädagogischen Alltag konkrete Fragen. Wie sprechen Sie mit Kindern und Eltern? Wie gehen Sie mit Abwesenheiten, Abschied und Trauer in der Gruppe oder Klasse um? Und welche Unterstützung können Sie selbst in Anspruch nehmen? Diese Sammlung enthält ausgewählte Links, Dokumente und Checklisten für pädagogische Fachpersonen.
Kurze Orientierung für pädagogische Fachpersonen nach dem plötzlichen Tod eines Kindes in Kita, Kindergarten oder Schule.
Was die Forschung über trauernde Kinder und den Umgang mit Kindsverlust in Schule und Kita zeigt.
Was die Forschung über die Trauer von Geschwistern, ihre Entwicklung und ihren Unterstützungsbedarf zeigt.
Was die Forschung über Gespräche innerhalb der Familie, mit Fachpersonen und mit dem Umfeld rund um den Tod zeigt.
Was die Forschung über psychische Belastungen, Verläufe und Risikofaktoren nach dem Tod eines Kindes zeigt.
Themen
Diese Themen entstehen aus Gesprächen mit pädagogischen Fachpersonen. Sie greifen Fragen und Erfahrungen auf, die in ihren Geschichten zur Sprache kommen, und führen ähnliche Erfahrungen aus verschiedenen Geschichten zusammen. Dabei geht es um Situationen, in denen ein Kind selbst lebenslimitierend erkrankt ist oder stirbt, ebenso wie um Kinder, die die Erkrankung oder den Tod eines Geschwisters erleben. Die Themen zeigen, welche Fragen sich im pädagogischen Alltag stellen und was Fachpersonen in der Begleitung von Kindern, Familien, Gruppen und Klassen beschäftigt.
Der Prozess des Erhaltens der Diagnose und deren emotionale sowie kognitive Verarbeitung.
Der Einstieg in den Behandlungsprozess und die ersten Schritte der medizinischen Versorgung.
Die Bewältigung des Alltags unter den aussergewöhnlichen Bedingungen einer lebensbedrohlichen Krankheit.
Der Umgang mit der fundamentalen Unsicherheit über Krankheitsverlauf und Zukunft.
Das Wahrnehmen und Akzeptieren, dass das Ende des Lebens bevorsteht.
Die Gestaltung und das Erleben der finalen gemeinsamen Lebensphase.
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Zitate
Manchmal bringt ein Satz auf den Punkt, was sich sonst kaum beschreiben lässt. Diese Zitate stammen aus Gesprächen mit pädagogischen Fachpersonen und geben einzelne Gedanken und Erfahrungen aus ihrem Berufsalltag wieder. Sie zeigen unterschiedliche Perspektiven auf Situationen, in denen ein Kind selbst lebenslimitierend erkrankt ist oder stirbt, ebenso wie auf die Begleitung von Kindern, die die Erkrankung oder den Tod eines Geschwisters erleben. Wenn Sie ein Zitat öffnen, erfahren Sie mehr über den Zusammenhang und die Geschichte, aus der es stammt.
“Ich arbeite als Primarlehrperson an der Basisstufe. Das ist die Stelle, an der ich vor bald zwölf Jahren in den Beruf eingestiegen bin. Du hast mich gefragt, was ich gerne mache. Genau das mache ich gerne. Ich begleite Kinder am Anfang ihres Lebenswegs, diese jungen Kinder. Ich darf ein Teil davon sein und ihnen zeigen, was man alles lernen, spielen und erleben kann. Ich bin sehr glücklich, dass ich auf dieser Stufe arbeiten kann.”
Livia
“Vorbereitet in dem Sinn, wie man auf solche Situationen überhaupt vorbereitet sein kann oder eben eigentlich gar nicht, weil jede Situation anders ist. Nein, ich hatte auf jeden Fall nicht viele Berührungspunkte damit. Ich habe eine gute Freundin, deren Mutter bei WABE ist, bei Wachen und Begleiten. Sie begleitet Menschen am Lebensende. Von dort hatte ich schon ein wenig gehört, und ich fand sehr eindrücklich, was sie leistet.”
Livia
“Sonst waren es vor allem meine eigenen Grosseltern, die ich verloren habe. Das liegt aber schon Jahre zurück. Ich hatte also nicht viele Berührungspunkte. Aber immer, wenn ich von jemandem wusste, der mit dieser Thematik zu tun hatte, jemanden verloren oder einen Verlust erlebt hatte, hat mich das nicht abgeschreckt. Es hat mich eher berührt. Ich habe gerne hingeschaut, in dem Sinn, dass ich versucht habe, Anteil zu nehmen, auf eine Art, die diesem Menschen entspricht.”
Livia
“Wir haben noch Verwandte in Italien, die tatsächlich ein Bestattungsunternehmen führen. Daher habe ich Erinnerungen aus meiner Kindheit, dass ich nicht so gerne durch die Sargräume gegangen bin und das immer etwas unheimlich fand. Aber panisch war ich auf keinen Fall. Nein, gar nicht.”
Livia
“Ja, ich kann mich daran erinnern. Es war gerade zu Schulbeginn. Das ist jetzt ein Jahr her. Wenn ich daran denke, kommt es gleich wieder hoch, es ist sehr emotional. Damals war noch nicht klar, wohin es führen würde. Es bestand der Verdacht auf Borreliose. Im Nachhinein wäre es schön gewesen, wenn es nur das gewesen wäre.”
Livia
Geschichten
Pädagogische Fachpersonen erzählen, wie sie Kinder, Geschwister und Familien während einer lebenslimitierenden Erkrankung, beim Sterben, nach dem Tod und in der Trauer begleitet haben. Sie berichten von ihrem pädagogischen Alltag, von Gesprächen mit Kindern und Eltern, von Unsicherheiten und von dem, was ihnen in solchen Situationen Orientierung gegeben hat. Jede Geschichte lässt sich im Ganzen lesen. In den Geschichten finden Sie auch den Zusammenhang hinter vielen Themen und Zitaten dieser Seite. Gemeinsam zeigen sie, wie unterschiedlich solche Situationen in Kita, Kindergarten und Schule erlebt und gestaltet werden.