“Im Nachgang zu einem Suizid lässt man verflossene Stunden, Tage, Wochen, Monate, Jahre (bis zurück zur Geburt) akribisch an einem vorbeiziehen. Auf der Suche nach Hinweisen, die einen hätten hellhörig machen können oder müssen.”
Anonym
Thema
Das Wahrnehmen und Akzeptieren, dass das Ende des Lebens bevorsteht.
Zitate
Einzelne Stimmen aus den Geschichten, die dieses Thema berühren.
“Im Nachgang zu einem Suizid lässt man verflossene Stunden, Tage, Wochen, Monate, Jahre (bis zurück zur Geburt) akribisch an einem vorbeiziehen. Auf der Suche nach Hinweisen, die einen hätten hellhörig machen können oder müssen.”
Anonym
“Ich wartete und wartete und wartete. An ihrem Blick merkte ich dann, dass etwas nicht stimmte. Sie sagte, irgendetwas sei nicht in Ordnung, sie müsse noch einmal Blut nehmen. Kurz darauf sagte sie, Anja habe ziemlich sicher Leukämie.”
Martina
“Dieses Warten auf solche Resultate ist pure Folter. Ich glaube, ich bin in dieser Zeit stark gealtert, oder ich weiss auch nicht. Man kann sich das fast nicht vorstellen. Ich finde, das ist viel schlimmer als die Zeit, in der man Gewissheit hat, dass sie diese Krankheit hat. Dann hat man wieder einen Fokus.”
Martina
“Ja, einfach das etwas nicht stimmt. Aber was genau, das konnte man uns nicht sagen, weil es keinen richtigen Ultraschall gab. Ich musste dann einmal für einen Ultraschall nach Chur, und dort hat es geheissen, der Kopfumfang und der Oberschenkelknochen würden übereinstimmen. Das gab uns natürlich wieder Hoffnung und ich dachte, es ist einfach ein kleines Baby. Aber genau das hat ja nicht gestimmt.”
Maja und Beno
“Die Diagnose kam erst später, als er etwa zwei Jahre alt war. Er war nicht so agil wie andere Babys, vor allem motorisch. Er hat sich weniger bewegt als Gleichaltrige. Der Kinderarzt meinte dann, er solle Physiotherapie machen, damit er das lernt. Die Physiotherapeutin hatte jedoch das Gefühl, dass mit einem Bein etwas nicht stimme, und sagte, man solle das abklären. Zuerst machten wir verschiedene Tests, bei denen nichts Auffälliges gefunden wurde. Aber einige Wochen oder Monate später sagte die Physiotherapeutin erneut, sie finde das nicht normal. Wir vereinbarten nochmals einen Termin bei einem Spezialisten. Auch dort hiess es zuerst, es sei nichts Auffälliges. Das Einzige, was man in diesem Alter machen könne, seien Tests auf Muskelkrankheiten. Es ging also darum, Muskelkrankheiten auszuschliessen. Aber sie liessen sich nicht ausschliessen. So kam schliesslich die Diagnose.”
Simone
Geschichten
Hier findest du Geschichten, in denen dieses Thema zur Sprache kommt.
Mathias erzählt
Mathias berichtet, wie seine Tochter Launora innert weniger Wochen vom lebhaften Baby zum Intensivstations-Kind wurde – zwischen Ungewissheit, Klinikalltag und der leisen Ahnung, wie bedrohlich ihre Lage war.
Andri erzählt
Andri erzählt von seiner Tochter Valentina, von ersten unklaren Symptomen über die belastende Zeit der Abklärungen bis zu jenem Moment, in dem klar wird, dass sich sein Leben in eine neue, unfreiwillige Welt verwandelt.
Sefora erzählt
Sefora erzählt von ihrem Sohn Darshan, von Klinikalltag, zarten Fortschritten und einem unerwarteten Abschied, der ihr Leben und ihre Sicht auf Spiritualität tief prägt.
Kathrin erzählt
Kathrin erzählt von der Geburt ihrer Tochter Leni Malin, dem unerwarteten Herzfehler, der Verlegung ins Kinderspital und den ersten Stunden zwischen Schock, Hoffnung und dem Gefühl, dass alles anders kommt als gedacht.
Maja und Beno erzählen
Auf einem Bauernhof in Grüsch verändert die Geburt von Jöri mit schwerer Behinderung das Leben von Maya und Beno grundlegend – eine Geschichte von Hoffnung, Unsicherheit und einem besonderen Familienalltag.
Simone erzählt
Simone erzählt, wie die späte Diagnose von Leons schwerer Muskelerkrankung ihre junge Familie erschütterte und wie sie fast ohne Unterstützung lernen musste, mit Angst, Unsicherheit und neuer Verantwortung umzugehen.
Martina erzählt
Martina erzählt von ihrer Tochter Anja, die mit vier Jahren an Leukämie starb, von den ersten unscheinbaren Symptomen bis zum abrupten Einstieg in eine Zeit zwischen Hoffen und tiefster Angst.
Susanne erzählt
Susanne erzählt von ihrem Sohn Florian, dessen Entwicklung sich früh anders zeigt, von der schweren Diagnose und davon, wie die Familie trotz allem ein liebevolles, gemeinsames Leben gestaltet.
Christina und Angelo erzählen
Christine und Angelo erzählen von zehn intensiven Jahren mit ihrer Tochter Vanessa, vom Leben zwischen Spital und Zuhause, vom Abschied daheim und davon, wie Vanessa ihre Familie bis heute prägt.
Monica erzählt
Monica erzählt von ihren Zwillingen Valentina und Jasmine, von frühen Hoffnungen, einer langen Suche nach Antworten und der Stille rund um das Thema Sterben, die sie nachhaltig geprägt hat.